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Philosophie

Philosophie

Philosophie

Philosophie (altgriechisch) heißt wörtlich übersetzt: "Liebe zur Weisheit"

Durch alle Zeitalter zieht sich als rote Linie die Suche der Menschen - wenn auch gewiss nicht aller - nach einem tieferen Sinn des Lebens, nach der geheimen Ordnung der Dinge, welche wie ein äonenaltes Räderwerk ineinandergreift und die Kreise unseres Lebens bestimmt. Oder ist es doch alles nur zufälliges Chaos, in welchem wir verzweifelt einen höheren schöpferischen Willen erhoffen, der auch uns in unserer Winzigkeit erkennt, behütet und liebt. Oder sind wir doch nur das Produkt naturgesetzlich ablaufender chemisch-physikalischer Prozesse? Oder ist das, was wir wahrnehmen zu glauben, letztlich nicht mehr als eine kollektiv belebte Projektion, quasi eine insgeheime Vereinbarung der Menschheit, dass das Bierglas auf dem Tisch stehen bleibt und nicht etwa hinduch fällt, weil aus Sicht der Quantenphysik da ja eigentlich nichts ist?

Was für Motive der einzelne Mensch hat, sich diesen uns unbekannten aber doch für unser Leben anscheinend recht bedeutungsvollen Hintergründen nähern zu wollen, ist so vielfältig wie die Menschheit selbst. Die Suche nach einer Identität des eigenen Ichs, nach einem Sinn des Lebens, die Fragen nach Geburt und Tod, nach Moral, nach gültigen Werten, nach dem bedingungslosen Angenommen-Sein und so weiter und so fort.

Gut und Böse im ewigen Ringen. Die krisengebeutelte Polarität dieser Schöpfung als Motor für die kollektive Bewusstwerdung. Der Schmerz als Lehrer, der uns antreibt, über ein tieferes Verstehen der möglichen Zusammenhänge Linderung und Heilung zu erlangen? All das und noch viel mehr spielt hier mit in dem großen Orchester unserer geistigen Klimmzüge im Steilhang seelischen Wachstums mit, ja der Fortentwicklung zum ultimativen "Übermenschen" gar? Aber wozu das alles? Reicht es denn nicht eigentlich, dem Stoffwechsel Genüge zu tun? Oder sich entsprechend fleißig fortzupflanzen?

Diese Fragen zu beantworten vermag wohl nur der Einzelne tatsächlich im Rahmen seiner individuellen Bewusstwerdung, und das möglicherweise auch nur in kleinsten Schritten. Aber inspirieren lassen können und sollen wir uns von denen, die uns vorausgegangen sind und ihre Spuren hinterlassen haben. Damit das möglich wird, haben sich immer wieder idealistisch motivierte Verleger die Mühe gemacht, die Zeugnisse solchen eigenständigen Denkens, die Lebensspuren von Suchern aufzuzeichnen und der Allgemeinheit der anderen suchenden Leser zugänglich zu machen. Einen kleinen Ausschnitt solcher Zeugnisse finden Sie, liebe Besucher unseres shopcenters, in dieser Rubrik.

 


Edition Argo

Edition Argo

"Aus den Mauern ihrer Gefängnisse bauen Sie sich ein Schiff..."

Edition Helios

Edition Helios

JENS-Martin-Moeller

Jens Martin Möller war promovierter Mikrobiologe. In seinen privaten Forschungen galt sein ungeteiltes Interesse der Geomantie, er war Gründer und Vorsitzender der „Kosmosophischen Gesellschaft“ in Karlsruhe und hat vor allem während seiner letzten Lebensjahre geomantische Stadtführungen in Karlsruhe sowie Vorträge veranstaltet. Ein hoch interessantes Buch, das auch auf die Person Kaspar Hausers und die machtpolitisch motivierte geomantisch geplante Bautätigkeit Hitlers ein erhellendes Licht wirft.

Wegen seiner Forschungen und Veröffentlichungen möglicherweise gerade auch zum mysteriösen Phänomen des Kaspar Hauser wurde Jens-Martin Möller jahrelang verfolgt, musste auch gegenstandslose reine Schikane-Razzien hinnehmen, bei denen jeweils seine Spezialbibliothek konfisziert wurde und erst Wochen später wieder zurückgegeben wurde, da man natürlich nichts Anrüchiges bei ihm hat finden können.

Dieser so besondere Mensch, der eigentlich keinerlei gesundheitliche Beschwerden hatte, starb am 03. Juni 2000 in einer Klinik in Karlsruhe, mit hoher Wahrscheinlichkeit an den Folgen einer durch eine "Behörde" wegen irgenwelcher Rentenangelegenheiten auferlegten Herzkatheteruntersuchung, bei der anscheinend resistente Krankenhauskeime in das Herz eingebracht wurden und dieses innerhalb weniger Tage funktionsunfähig machten. Dies berichtet sein Verleger, den der Sterbende noch am Abend vor seinem Tode angerufen hat und sich bei ihm verabschiedete, da er als Mikrobiologe bestens über den weiteren tödlichen weiteren Verlauf im Bilde war und wusste, dass ihm nur noch wenige Stunden bis Tage verbleiben würden.

Die Björkman-Bibliothek

Die Björkman-Bibliothek

Rut1Rut Björkman, geboren am 16. September 1901 in Hudiksvall, Hälsingland, Schweden, lebte seit 1935 in Deutschland, nach 1950 in Uffing am Staffelsee bei Garmisch-Partenkirchen. Die Vorfahren mütterlicherseits waren durch mehrere Generationen hindurch Baptisten, die für die Taufe erst der Erwachsenen nach eigenem Entschluß eintreten.


Die Schwester der Großmutter war eine »Leserin«, die regelmäßig (bis ca. 1900 als Widerspruch zur Staatskirche verboten) in einer umgebauten Scheune den Leuten aus der Bibel vortrug. Der Vater, ebenfalls Baptist, war Laienprediger in vielen Gemeinden Nord-Schwedens. Das Elternhaus von Rut Björkman - sie hatte fünf Geschwister - war geprägt vom Leben für und mit der Baptisten-Gemeinde in Hudiksvall, geleitet von spirituellen, nicht dogmatisch-religiösen Werten. Höhepunkte im Leben der Familie und Gemeinde waren die Besuche auswärtiger Erweckerprediger, meist aus Stockholm.


Mit acht Jahren wurde Rut in die Gemeinde der Baptisten aufgenommen und auf eigenen Wunsch getauft. Als Schülerin las sie Freundinnen aus der Bibel vor und legte ihnen die Texte aus. Rut war sehr der Natur verbunden, deren Wachsen, Blühen und Früchtetragen ihr ein Gleichnis für die geistige Aufgabe des Menschen wurde.


Siebzehnjährig erlebte Rut einen religiösen Durchbruch. Sie vertrat den Vater als Prediger. Mit achtzehn Jahren wurde ihr das Gedankengut von Nietzsche, Kierkegaard, Tagore, Rilke, Johannes Müller u. a. bekannt.
Mit zwanzig Jahren (1921) hielt sie sich ein Jahr in Wien auf, um Deutsch und Englisch zu studieren. Zurückgekehrt nach Hudiksvall, trat sie mit einundzwanzig Jahren aus der Baptistengemeinde aus, die ihr zu eng geworden war. Es folgten 1922 ein Aufenthalt in Deutschland, 1923 eine Europa-Reise als Gesellschafterin der Prinzessin Chakuntala, Schwiegertochter des Maharadscha von Boroda.


Bedeutsam für das weitere Leben von Rut Björkman wurde der Erste Ökumenische Kongreß in Stockholm 1925, den der Erzbischof Nathan Söderblom einberufen hatte. Rut sah sich aus der Seele beauftragt, den Vertretern von Kirchen aus aller Welt öffentlich zu verkünden, daß das Evangelium anders als kirchlich üblich, nämlich im Sinne der Mystik, zu verstehen sei. Der Erzbischof, der aus Hudiksvall stammte, gab zu der erbetenen Aussprache keine Gelegenheit. Doch er empfahl Rut, ihrer Vision im Leben zu folgen. Rut besuchte den Kongreß, arbeitete als Dolmetscherin und erhielt Angebote, in kirchlichen Ausschüssen tätig zu werden. Vor einer Nachkonferenz in Uppsala wandte sich Rut erneut an Söderblom, wurde auch empfangen, jedoch nur auf die Bibel verwiesen, insbesondere auf den Trost der Psalmen.


Im Dezember 1925 zerbrach für Jahre ihr Lebenswille, da sie sich schuldig fühlte, der inneren Stimme, ihre Vision von der Botschaft des Evangeliums zu verkündigen, nicht gefolgt zu sein. Schließlich fand sie in der schriftlichen Meditation, die sie bis zu ihrem Todestag (13. März 1988) pflegte, ihre gültige Ausdrucksweise. Die hier vorgestellten Werke sind aus dem umfangreichen nachgelassenen Schrifttum vor allem von Reinhard Mook zusammengestellt worden, der mit Rut Björkman von Jugend an über drei Jahrzehnte bis zu ihrem Tode befreundet gewesen ist.